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Balkonkraftwerk oder PV Anlage - Was lohnt sich für wen?

Solarpanele auf einem Garagendach

Immer mehr Menschen, die ihre Stromkosten senken und eigenen Solarstrom erzeugen möchten, stehen vor der Frage: Lohnt sich ein Balkonkraftwerk oder eher eine klassische PV-Anlage für meinen Haushalt? Ein Balkonkraftwerk ist ein kompaktes, steckerfertiges System, das meist aus ein bis vier Solarmodulen besteht. Es eignet sich besonders für Mieter oder Haushalte mit begrenztem Platz und deckt den Eigenverbrauch direkt im Haushalt ab. Die maximale Leistung liegt in der Regel bei bis zu 800 Watt, wodurch Grundlasten und Geräte mit hohem Eigenverbrauch abgedeckt werden können. Eine Einspeisung ins Netz erfolgt, ist aber meist ohne Vergütung.

Eine PV-Anlage hingegen ist für Hausbesitzer und langfristige Nutzung gedacht. Sie erzeugt deutlich mehr Strom, ermöglicht sowohl Eigenverbrauch als auch Einspeisung ins öffentliche Netz mit Vergütung und kann bei geeigneter Dachfläche den gesamten Strombedarf eines Haushalts decken. Die Installation ist aufwendiger, erfordert Fachpersonal und meist bauliche Anpassungen, bietet dafür aber langfristig höhere Leistung, Flexibilität und Amortisationsmöglichkeiten.

Ob ein Balkonkraftwerk oder eine PV-Anlage besser zu dir passt, hängt von Wohnsituation, Strombedarf, Budget und der gewünschten Unabhängigkeit vom Netzstrom ab. Ein Balkonkraftwerk eignet sich für einen unkomplizierten, flexiblen und kostengünstigen Einstieg in die Solarenergie, während eine PV-Anlage langfristig mehr Strom produziert und größere Einsparungen ermöglicht.

In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie Balkonkraftwerke und PV-Anlagen funktionieren, welche Unterschiede bei Leistung, Installation, Kosten und Eigenverbrauch bestehen und welche Lösung langfristig besser zu deinem Haushalt passt.

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Was ist ein Balkonkraftwerk und wofür wird es genutzt?

Ein Balkonkraftwerk ist ein kompaktes, steckerfertiges System zur Stromerzeugung, das direkt an das Hausnetz angeschlossen wird. Es handelt sich um ein kleines Kraftwerk, bestehend aus ein bis vier Solarmodulen und einem Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umwandelt. Der erzeugte Solarstrom wird direkt im Haushalt genutzt, sobald elektrische Geräte eingeschaltet werden, wodurch der Bezug aus dem Stromnetz reduziert wird.

Balkonkraftwerke sind speziell für kleine Haushalte oder Mietwohnungen konzipiert. Sie lassen sich flexibel auf dem Balkon, an der Fassade oder im Garten aufstellen und benötigen keine baulichen Veränderungen am Gebäude. Damit bietet das Balkonkraftwerk eine praktische Möglichkeit, Strom zu erzeugen, selbst wenn nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht. Typischerweise liegt die maximale Leistung bei 800 Watt, wodurch sie sich besonders für den Eigenverbrauch im Haushalt eignen. Bei Balkonstrom® findest du passende Modelle finden, die sich einfach installieren lassen.

Wie funktionieren PV-Anlagen und welche Komponenten sind entscheidend?

Eine PV-Anlage, auch Photovoltaikanlage genannt, ist ein fest installiertes System zur Stromerzeugung, das meist auf dem Dachanlage eines Hauses montiert wird. Sie besteht aus mehreren Solarmodulen, einem leistungsstarken Wechselrichter, Verkabelung und optional einem Stromspeicher.

Photovoltaik ist auf langfristige Nutzung und höhere Leistung ausgelegt. PV-Anlagen erzeugen deutlich mehr Strom als ein Balkonkraftwerk und ermöglichen sowohl die direkte Nutzung im Haushalt als auch die Einspeisung ins Netz eingespeist, wodurch überschüssiger Strom vergütet wird. Die Installation einer PV-Anlage ist wesentlich aufwendiger als beim Balkonkraftwerk. Sie erfordert bauliche Maßnahmen, statische Prüfungen und in der Regel die Unterstützung eines Fachbetriebs. Aufgrund ihrer Größe und Komplexität eignen sich PV-Anlagen vor allem für Hausbesitzer, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach betreiben möchten, um mehr Strom zu erzeugen.

Balkonkraftwerk oder PV Anlage – die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Wie aufwendig ist die Installation bei Balkonkraftwerk und PV Anlage?

Die Installation ist einer der größten Unterschiede zwischen Balkonkraftwerk vs PV-Anlage. Ein Balkonkraftwerk ist einfach und steckerfertig, sodass es ohne Fachpersonal montiert werden kann. Die Module werden auf dem Balkon oder der Fassade befestigt, der Wechselrichter angeschlossen und das System kann sofort in Betrieb genommen werden. Auch ein Balkonkraftwerk ohne Halterung kann in der Regel genutzt werden, indem es flexibel aufgestellt wird.

Eine PV-Anlage auf dem Dach erfordert hingegen umfangreiche Installationsarbeiten. Dazu gehören die Montage auf dem Dach, Verkabelung durch das Haus und der Anschluss an den Zählerschrank. Häufig ist auch die Anpassung des Stromzählers notwendig, und die Arbeiten müssen durch zertifizierte Fachbetriebe erfolgen. Die Installation einer PV-Anlage ist wesentlich aufwendiger und langfristiger verbindlich.

Welche rechtlichen Vorgaben und Genehmigungen gelten?

Bei Balkonkraftwerken ist die rechtliche Hürde vergleichsweise gering. Es reicht meist die Anmeldung im Marktstammdatenregister, um das Balkonkraftwerks offiziell zu betreiben. Eine gesonderte Genehmigung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, solange die zulässige Leistung von 800 Watt nicht überschritten wird.

Bei PV-Anlagen ist die Anmeldung ebenfalls notwendig, aber zusätzlich ist eine technische Abnahme der Anlage erforderlich. Der Stromzähler muss gegebenenfalls angepasst werden, und die Einspeisung ins öffentliche Netz eingespeist wird offiziell erfasst, da Betreiber eine Einspeisevergütung erhalten. Auch die Nutzung einer bestehenden PV-Anlage oder der Aufbau einer großen PV-Anlage unterliegt diesen Vorgaben.

Wie viel Strom kann ein Balkonkraftwerk im Vergleich zu einer PV Anlage erzeugen?

Die Leistung ist ein entscheidender Unterschied. Ein Balkonkraftwerk erzeugt, je nach Sonneneinstrahlung und Ausrichtung, einige hundert kWh Strom im Jahr. Dies reicht oft aus, um Grundlasten im Haushalt zu decken, aber nicht den gesamten Stromverbrauch abzudecken.

PV-Anlagen erzeugen deutlich höhere Strommengen. Je nach Größe können mehrere tausend kWh pro Jahr erzeugt werden. Eine große Solaranlage oder große PV-Anlagen auf dem Dach eines Hauses können den eigenen Strom fast vollständig abdecken. Hier zeigt sich auch der Vorteil, dass Photovoltaikanlagen oder ein Balkonkraftwerk kombiniert werden können, um den Eigenverbrauch zu optimieren.

Eigenverbrauch, Einspeisung und Nutzung überschüssigen Stroms im Vergleich

Beim Balkonkraftwerk steht der Eigenverbrauch im Vordergrund. Der erzeugte Strom wird direkt genutzt, sobald elektrische Geräte eingeschaltet sind. Überschüssiger Strom fließt zwar ins Hausnetz, wird jedoch nicht vergütet.

PV-Anlagen ermöglichen sowohl Eigenverbrauch als auch Einspeisung ins öffentliche Stromnetz, wobei für eingespeisten Strom eine Einspeisevergütung gezahlt wird. Dadurch kann eine PV-Anlage betreiben, während gleichzeitig der Eigenverbrauch optimiert wird. Beide Optionen ermöglichen es, mehr Strom zu erzeugen und die Stromkosten zu senken.

Welche Rolle spielen Speicherlösungen bei beiden Systemen?

Speicherlösungen erhöhen die Flexibilität beider Systeme. Bei Balkonkraftwerken sind kleine Stromspeicher verfügbar, die tagsüber erzeugten Strom für den Abend nutzbar machen. Die Kapazität ist jedoch begrenzt, sodass nur ein Teil des Stroms zeitversetzt genutzt werden kann.

PV-Anlagen lassen sich mit deutlich größeren Stromspeichern kombinieren, die mehrere kWh aufnehmen können. Dadurch kann selbst erzeugter Strom zu einem höheren Anteil genutzt werden, wodurch der Bezug aus dem Hausnetz reduziert wird und die Anlage wirtschaftlicher wird. So lässt sich ein Balkonkraftwerk und PV-Anlage gemeinsam optimal nutzen.

Mit welchen Kosten und welcher Investition ist zu rechnen?

Ein Balkonkraftwerk ist vergleichsweise kostengünstig und bereits ab rund 2.000 Watt verfügbar. Die geringe Investition macht es besonders attraktiv für Einsteiger oder Haushalte mit begrenztem Platzangebot.

PV-Anlagen sind deutlich teurer. Je nach Größe, Anzahl der Module und zusätzlichem Speicher bewegen sich die Kosten schnell im Bereich von mehreren tausend Euro. Die Investition in eine Dachanlage ist damit höher, bietet jedoch deutlich mehr Leistung und Flexibilität. Eine Mini-PV-Anlage kann auch als Einstieg dienen, bevor eine große Solaranlage installiert wird.

Wann amortisieren sich Balkonkraftwerk und PV Anlage?

Die Amortisation hängt stark von der Nutzung ab. Ein Balkonkraftwerk kann sich bereits nach drei bis sechs Jahren amortisieren, da jede Kilowattstunde Eigenverbrauch die Stromkosten direkt senkt.

PV-Anlagen benötigen in der Regel länger, bis sich die Investition auszahlt. Durch die Kombination aus Eigenverbrauch, Einspeisung und Einspeisevergütung kann sich eine PV-Anlage und Balkonkraftwerk langfristig wirtschaftlich lohnen, insbesondere bei höherem Stromverbrauch.

Für wen eignet sich ein Balkonkraftwerk und für wen eine PV Anlage?

Balkonkraftwerke eignen sich besonders für Mieter, kleinere Haushalte oder Personen, die ohne große Investition Strom erzeugen möchten. Die Anlagen sind flexibel, leicht zu installieren und lassen sich bei einem Wohnungswechsel problemlos mitnehmen.

PV-Anlagen richten sich vor allem an Hausbesitzer mit geeignetem Dach und langfristiger Planung. Sie sind ideal für Haushalte mit hohem Stromverbrauch, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach betreiben möchten und bereit sind, in ein fest installiertes System zu investieren. Wer die Unterschiede im Überblick kennt, kann besser einschätzen, ob lohnt sich mehr ein Balkonkraftwerk oder eine PV-Anlage.

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Fazit: Balkonkraftwerk oder PV Anlage – welche Entscheidung passt zu Ihnen?

Die Entscheidung zwischen Balkonkraftwerk oder PV-Anlage hängt von mehreren Faktoren ab: Wohnsituation, Strombedarf, Budget und Investitionsbereitschaft. Ein Balkonkraftwerk bietet einen einfachen, flexiblen und kostengünstigen Einstieg, während eine PV-Anlage langfristig mehr Leistung, Flexibilität und höhere Stromerträge liefert.

Wer diese Unterschiede kennt, kann gezielt die Lösung wählen, die zu seinem eigenen Haushalt passt und langfristig die gewünschte Stromproduktion ermöglicht. Beide Systeme haben ihre Berechtigung und lassen sich je nach Platz, Budget und Stromverbrauch sinnvoll kombinieren.

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